In den frisch gestrichenen und renovierten Räumlichkeiten bietet die Bibliothek auf einer Fläche von 122 m2 (Hauptraum 80 m2, Stillarbeitsraum 42 m2) ihr Angebot dar.
Ausstattung
Die Bibliothek in Zahlen:
| Sitzplätze Hauptraum: | ca. 24 (je nach Tischaufstellung mehr oder weniger) Stühle und eine Couch mit 2-3 Plätzen. |
|---|---|
| Sitzplätze Kinderbibliothek | 15 Stühle und eine 3-4-Personen Couch |
| PCs | 8 MacBooks mit drahtlosem Internetzugang und vorinstallierter umfangreicher Software. Zehn Rechner sind endgültig vorgesehen. |
| Laserdrucker | Der Drucker beherrscht Duplex-, d.h. beidseitigen Druck und kann kostenfrei genutzt werden. |
| Recherche-PC | Ein PC, der für die Katalogrecherche genutzt werden kann und außerdem unter anderem den Brockhaus Multimedial 2010, die Britannica-Enzyklopädie, ein Musiklexikon und Angebote der Digitalen Bibliothek (z.B. Literaturlexikon, Kunstlexikon, Deutsche- und Englische Literatur im Volltext) bereithält. |
| Beamer und Overheadprojektor | Der Beamer kann für Präsentationen und Filme genutzt werden. |
| Flipchart und Pinwand | PowerPoint ist nicht alles, auch klassische Präsentations- und Arbeitstechniken können angewandt werden. |
| Ringbindemaschine | Schüler können umfangreiche Arbeiten in der Bibliothek binden lassen. |
| Kommerzielle Datenbanken | Schüler können mit ihrem Schulbibliotheksausweis (!) von der Bibliothek oder von zu Hause auf das Munzinger Archiv (eine umfangreiche, normalerweise kostenpflichtige Datenbank mit – unter anderem – biographischen Informationen) zurückgreifen. In Absprache mit dem Bibliothekar kann zudem das eBook-Angebot der Bücherhallen genutzt werden. |
| Antolin | Schüler, die in keiner Antolinklasse sind, können sich in der Bibliothek dazu anmelden. Antolin ist ein Angebot mit Quizfragen zu einer großen Zahl von Büchern, das häufig und erfolgreich in der Leseförderung eingesetzt wird. |
Bestand
Die Bibliothek hat derzeit einen Bestand von ca. 3100 Medien. Wir sprechen von Medien, da nicht nur Sach- und Unterhaltungsbücher, sondern auch Hörbücher, Lernsoftware, Sach- und Unterhaltungsfilme, Comics, sowie Zeitschriften und Zeitungen gemeint sind.
Sehr beliebt: Die Guiness World RecordsBei diesen Medien handelt es sich um die ganz neu angeschafften Medien, die in der Aktualität selbst von den Bücherhallenzweigstellen kaum so angeboten werden. Neben der Aktualität, Zielgruppengerechtigkeit und Bedarfsorientierung war ein wichtiges Kriterium bei der Anschaffung, dass die Medien der neuen Rechtschreibung folgen, d.h. nicht früher als 2006 veröffentlicht wurden. Enthalten sind allerdings ca. 200 Kinder- und Jugendbücher, die bereits vorhanden waren, dieser Vorgabe aber nicht folgen. Die Überlegung dahinter ist, dass diese Medien sukzessive erneuert werden, bis dahin aber das Argument der Verfügbarkeit (denn genutzt werden sie) das Argument der Rechtschreibung überwiegt.
Zudem verfügt die Schule über einen großen Altbestand an Büchern zu Geschichte und klassischer Literatur (ca. nochmal 1500), die aus Platzgründen aber in Oberstufenräumen für ein stilvolles Lernambiente sorgen. Dieses «Magazin» kann von jedem Schüler genutzt werden. Bei konkreten Anfragen können benötigte Medien aus den Fachräumen besorgt und dann ausgeliehen werden.
Auch Periodika, also Zeitschriften und Zeitungen, bietet die Bibliothek an. Als Tageszeitung ist das Hamburger Abendblatt im Angebot. Ständig bezogen wird GeoLino, ein Magazin rund um Natur, Umwelt und Wissenschaft für jüngere Leser. Durch regelmäßige Spenden können wir außerdem die C't, den Spiegel, Bild der Wissenschaft, Psychologie Heute, Journalist und Dein Spiegel anbieten. Nicht mehr gesammelt wird die Zeitschrift Geschichte mit Pfiff, die aber umfangreich mit älteren Ausgaben vorhanden ist.
In der Summe kommt die Schule auf einen Bestand von um die 5000 ausleihbaren Medien. Der Zielbestand im Rahmen des Projektes wurde festgelegt auf ein Minimum von vier Medien pro Schüler (bei 770 Schülern also bei etwa 3000 Medien). In diese Rechnung ist der (ausgelagerte) Altbestand allerdings nicht einzubeziehen. Außerdem dabei unbeachtet ist der zusätzlich verfügbare Stillarbeitsraum, der einen höhere Medienzahl gestattet. Natürlich muss der Bestand nach Erreichen dieses Zieles gepflegt, angepasst und aktualisiert werden.
Recherche im Bestand und Aufstellung
Seit März 2011 kann der Onlinekatalog zur Recherche im gesamten Bestand der Schulbibliothek genutzt werden. Der Katalog (katalog.goethe-hamburg.de) wurde vom Bibliothekar um eine Seitennavigation ergänzt, die das einfach Durchstöbern nach Sachgruppen (wie am Regal) ermöglicht.
Raumplan: Stand 07.11.2010Natürlich ist das sogenannte Regalbrowsing (Gang direkt an die Regale) vor Ort auch immer möglich. Ein Raumplan mit der systematischen Aufstellung der Medien hängt aus, ist aber aufgrund des projektbedingten stetigen Wandels derzeit nicht mehr ganz aktuell. Im Wesentlichen sind die Medien nach drei Gruppen eingeteilt: (1) Unterhaltung, (2) Sachliteratur für die Mittelstufe und (3) Sachliteratur für die Oberstufe. Die Systematik ist dabei weitgehend von den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen übernommen.
Kriterien des Bestandsausbaus
Der Bestand richtet sich wesentlich am unterrichtsbegleitenden Bedarf aus. Dabei sind Lesekompetenz- oder Leseförderung zwar relevante Ziele, aber nicht die allein bestimmenden. Ziel der Bibliothek ist es auch nicht, Schüler mit Klassensätzen zu versorgen (dafür gibt es die Lehrmittelbibliothek).
Die wesentliche Zielvorgabe des Bestandes ist es, die Schüler beim selbstständigen, methodischen Lernen und Arbeiten zu unterstützen, sie anzuleiten und zu animieren sich ihre Informationen selber zu besorgen (statt sie fertig und Häppchenweise vorgesetzt zu bekommen) und sie auf dem Weg zum gut informierten und selbstbestimmten Bürger zu fördern. Deswegen ist ein Verhältnis von 30% Unterhaltungsliteratur – die auch den Aspekt der kulturellen Teilhabe betrifft und die durchaus anspruchsvoll sein darf –, zu 70% Sachliteratur vorgesehen (tatsächlich ist die Unterhaltungsliteratur aber bereits stärker als vorgesehen vertreten). Unter Sachmedien fallen unter anderem Lexika, Wörterbücher, Lernhilfen, Medien zu Arbeitstechniken und zu konkreten Curriculumsthemen.
Bei der Sachliteratur ist entscheidend, dass sie sich an den Unterrichtsthemen orientiert, obwohl auch die Alltagsinteressen und -fragen junger Menschen in angemessen Umfang berücksichtigt werden (zum Beispiel zu Sport und Hobby, Ernährung, Sucht, Sexualität, Geschichte, Umwelt, Forschung). Dabei wird darauf geachtet, dass nicht das Buch allein als Informationsmittel kennengelernt wird, sondern auch Filme, Hörbücher und elektronische Ressourcen (eBooks, Datenbanken, elektronische Nachschlagewerke) als legitime Informationsmittel erkannt werden. Natürlich lehnt die Bibliothek das World Wide Web als Informationsquelle nicht ab, will aber einen kritischen Umgang fördern, beispielsweise in Hinblick auf Kostenlosigkeit versus Qualität und auf Ressourcen Hinweisen, die nicht (ohne Weiteres) mit Suchmaschinen gefunden werden können.
Entsprechend durchmischt ist der Bestand. Die Entscheidung, wann welche Medienart zum Einsatz kommt, kulminiert schließlich auch in dem Schlagwort von der Medienkompetenz. Dem Prozess der Informationsbeschaffung, -bewertung und -bearbeitung fällt in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle zu, weswegen auch die Bildungsrahmenpläne die Förderung dieser Kompetenzen fordern (siehe z.B. Rahmenplan Aufgabengebiete: Bildungsplan achtstufiges Gymnasium Sekundarstufe I [Punk 3.5 Aufgabengebiet Medienerziehung (S.23 ff)]; PDF).
Sondersammlungen
Die Schulbibliothek sammelt außerdem Schulveröffentlichungen, die Entwicklung und Geschichte der Schule dokumentieren. Dazu zählen Jahrbücher und Videomitschnitte von Darbietungen des Orchesters und der Theaterkurse. Oder auch die besondere Leistung des Geschichtskurses einer zehnten Klasse, die ein Werk mit dem Titel Texte auf'n zweiten Blick: Jugend im Nationalsozialismus - eine Diskursanalyse veröffentlichte, die es bis ins Hamburger Staatsarchiv schaffte.






